Rückblick auf das erste Vereinsjahr (1.7.2026)
Das erste Vereinsjahr von Juni 25 bis Juni 26 war ein Jahr gefüllt mit ganz vielen Aktivitäten:
– Nach der Gründungsversammlung wurde sofort ein Vereinskonto bei der Hypothekarbank eröffnet sowie ein Vereinslogo entwickelt.
– Die Website www.carillon-staufen.ch wurde erstellt. Ziel der Website ist es, das Vereinsanliegen gegen Aussen transparent zu machen und mit regelmässigen Blogbeiträgen die Bevölkerung über das Carillon zu informieren. Die Website präsentiert sich nach einem Jahr vollständig, aktuell und mit 32 kurzen und interessanten Blogbeiträgen wurde das Informationsbedürfnis der Bevölkerung befriedigt.
– Um sich in die Thematik öffentlicher Glockenspiele einzuarbeiten, wurden verschiedene Carillons in der ganzen Deutschschweiz besucht: Zofingen, Steinhausen, Willisau, Magden und Tscharnergut in Bern. Die jeweiligen Verantwortlichen haben den Vertretern aus Staufen ihre Glockenspiele erklärt und vorgeführt. Dabei wurden die unterschiedlichen Typen und Steuerungsarten studiert und verglichen. Die Besuche sind auf dem Blog dokumentiert.
– Mit der Firma für Kirchturmtechnik muribaer AG in Büron wurden erste Gespräche geführt. Es waren zeitaufwändige Abklärungen nötig. Die definitive Offerte der unterdessen zu Turmwerk AG fusionierten Firma (einem Zusammenschluss von muribaer und Glockengiesserei Rüetschi Aarau) steht unmittelbar bevor und damit wird die Vertragsunterzeichnung für die Lieferung des Carillons noch im Sommer erfolgen.
– Der Metallgestalter Franz Arnold aus Schafisheim hat einen Gestaltungsvorschlag für den Glockenrahmen erarbeitet. Der Glockenrahmen soll von der Metallbaufirma Wülser AG in Lenzburg produziert und montiert werden. Da die Steuerung in einer noch in Betrieb stehenden Trafostation installiert wird, muss der sicheren Abschirmung der Steuerungskabel eine grosse Bedeutung zugemessen werden.
– Die Öffentlichkeitsarbeit ist für den jungen Verein wichtig. Im Herbst 2025 erschienen vier wohlwollende Berichte im Usrüefer, in der AZ, im LBA und in den Lenzburger Nachrichten zur Idee eines Carillons im Trafoturm. Damit war das Carillon sofort Dorfgespräch. Mit einem Lausbubenstreich am Chlausabend wurde am Trafoturm ein bemaltes Leintuch enthüllt, das auf die Idee und den Staufner Weihnachtsmarkt aufmerksam machte.
– Für Institutionen und Unternehmen wurde ein Sponsoringspapier erarbeitet und breit verteilt. Für Privatpersonen wurde ein Prospekt gestaltet und verteilt. Ein Flugblatt in alle Haushaltungen hat die Projektidee in der Dorfbevölkerung verankert.
– Am Weihnachtsmarkt trat der Verein mit Illustrationen zum Carillon (von Max Furter und Irene Walter) mit einem Stand an die Öffentlichkeit. Prospekte wurden unter die Marktbesucher gebracht und ca. 190 kg Alt-Zinn in Form von Kannen, Tellern und Bechern wurde eingesammelt. Damit hatte die Dorfbevölkerung Gelegenheit, sich mit einer symbolischen Aktion an der Realisierung des Carillons zu beteiligen.
– Die Nachbarn rund um den Trafoturm wurden vorgängig über das Projekt informiert. Dabei haben diese nur zustimmende Voten zur Idee eines Carillons geäussert.
– Nach dem Weihnachtsmarkt flogen die Reservationen für Glocken und Zusagen für Sachspenden förmlich in die Mailbox. Schlussendlich wurden alle 19 Glocken reserviert und es fanden sich drei Sponsoren für den Glockenrahmen. Die beiden Institutionen „Aufwind Lenzburg“ (ehemalige Kulturgesellschaft) sowie die Stiftung der AKB „Lebensraum Aargau“ unterstützen die Carillonidee mit namhaften Beiträgen. Die Finanzierung des Carillons am Trafoturm ist damit erfreulicherweise durch Spenden aus der Bevölkerung, von Unternehmen und Institutionen sowie von der Gemeinde gesichert.
– Anfang Januar 2026 wurde bei der Bauverwaltung Staufen das Baugesuch für den Einbau des Carillons an der Fassade des Trafoturms eingereicht. Während der Auflagefrist gingen keine Einwendungen ein. Am 3. März 2026 hat der Gemeinderat die Baubewilligung erteilt.
– Mit der Gemeinde Staufen wurde ein Mietvertrag abgeschlossen. Der Verein darf künftig den Trafoturm kostenlos zum Einbau und Betrieb des Carillons übernehmen und ist für den Unterhalt des Turms verantwortlich.